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Gesundheitstip des Tages: Inkontinenz

Die Unfähigkeit, den Harn oder Stuhl zurückzuhalten, kann den Betroffenen oder die Betroffene in große Verlegenheit bringen. Inkontinenz bedarf in jedem Fall der Behandlung! Bei Kindern sind es meist psychische Probleme, bei Frauen kommt oft ein Organvorfall oder eine Scheidensenkung als Ursache infrage, bei Männern sind es oft Prostatabeschwerden (eine Vergrößerung), die das Leiden verursachen. Bei beiden Geschlechtern kommt noch ein Schlaganfall als Ursache infrage. Die häufigste Ursache für Stuhlinkontinenz ist Verstopfung.

Was kann ich selbst tun?
Heiße und kalte Sitzbäder oder abwechselnd heiße und kalte Kompressen auf Unterleib und Rücken regen in diesem Bereich Kreislauf und Muskeltonus an. Auch Beckenübungen können helfen, wieder Kontrolle über die Schließmuskeln zu erlangen. Für Frauen gibt es hierzu konusförmige Gewichte zum Einschieben in die Scheide.

Pflanzenheilkunde: Bei Harninkontinenz kann Johanniskrauttee helfen. Bei Stuhlinkontinenz spielen Ballaststoffe aus Salaten und Gemüsen eine hilfreiche Rolle. Bei Blasenschwäche sind Kürbiskernextrakte günstig.

Homöopathie: Causticum wirkt auf die vegetative Funktion von Blase und Mastdarm. Bei Schwäche des Blasenmuskels, besonders, wenn Verkrampfungen vorliegen, kann Plantago major helfen.

Schulmedizin: Blasen- und Darminkontinenz muß, vor allem bei älteren Menschen, sorgfältig untersucht und fachgerecht behandelt werden; gegebenenfalls hilft nur noch eine Operation.

Vorbeugung: Ballaststoffreiche Nahrung, große Flüssigkeitsmengen, keine Abführmittel.